lichtverschmutzung

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Pressetext zur Lichtverschmutzung,
von Jan Hattenbach:


Die "EAA" sind ein Interessenverband von
Amateurastronomen und Naturfreunden aus Monschau und der Region.
Gegründet 1991, zählen zu unseren Mitgliedern inzwischen auch
Amateure aus Aachen, Düsseldorf sowie dem benachbarten Belgien.
Allen Mitgliedern gemeinsam ist die Freude an der Beobachtung
des Sternenhimmels und seiner Objekte. Neben kostenlosen
Himmelsführungen für alle Interessierten führen wir seit Jahren
auch Führungen für Kindergärten und Schulen durch, was gerade
unter dem noch dunklen Eifelhimmel im Gegensatz zu den Städten
gut möglich ist. Doch selbst hier schreitet das Problem der
"Lichtverschmutzung" immer schneller fort, wie die Sommermonate
wieder gezeigt haben:
Immer häufiger werden unsere Beobachtungen von leuchtstarken
Himmelsscheinwerfern, den sogenannten "Skybeamern" gestört, ja
teilweise sogar ganz unmöglich gemacht. Die hellen, oft über
viele Kilometer hinweg sichtbaren Lichtstrahlen überstrahlen den
Nachthimmel, so daß dieser in einem Meer von künstlichem Licht zu
versinken droht. Insbesondere die Veranstalter von Beatbällen,
Schützenfesten und ähnlichem benutzen Skybeamer, um angeblich Leute
zu ihren Veranstaltungen zu locken. Und das, obwohl die Werbewirkung
nicht nur höchst fragwürdig, sondern auch gefährlich ist. Bei dem
Versuch, diesen Lichtstrahlen zu folgen, kommt es immer wieder zu
abenteuerlichen Fahrmanövern, es ist nicht abzustreiten, daß
Skybeamer eine erhebliche Gefährdung des Straßenverkehrs darstellen.
Noch dazu verstoßen derartige Werbeanlagen in der Regel den gültigen
Bauordungsvorschriften. Aus diesen Gründen wurden in der
Vergangenheit allein in Aachen zwei dieser Anlagen behördlich
verboten, ein Verwaltungsgerichtsurteil aus dem Jahre 1996
bestätigt ein solches Verbot. Doch neben der Gefährdung des
Verkehrs und der Verschandelung des Nachthimmels stellen diese
Anlagen auch einen nicht zu unterschätzenden Eingriff in die
Lebensräume nachtaktiver Tiere dar. Studien des BUND und des NABU
belegen die schädlichen Auswirkungen von zu starken Lichtquellen auf
Insekten, Vögel und Fledermäuse. Als vor einigen Jahren in
Mittelhessen Kraniche stundenlang von Skybeamern auf ihrem Vogelzug
gestört wurden, verpflichteten sich die Betreiber dieser Anlagen,
diese während des Vogelzuges abzuschalten.

Die Monschauer Sternfreunde appellieren daher an die Veranstalter
und Organisatoren von Beatbällen, Volksfesten und ähnlichem:
Verzichten Sie freiwillig auf den Einsatz von Skybeamern! Nutzen
Sie effizientere Werbemöglichkeiten, beispielsweise die Presse.

Gleichzeitig gilt unsere Forderung an die zuständigen Behörden in
und um Monschau: Nehmen Sie das Problem der Lichtverschmutzung
ernst! Skybeamer stellen eine Gefahr für den Straßenverkehr dar,
hier liegt ein Problem vor, daß nicht ignoriert werden darf.

Bei Fragen und Problemen mit Lichtverschmutzung, aber auch der
Astronomie allgemein, stehen wir jedem gerbe zur Verfügung.





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